Die strafrechtliche Betreuung bei der Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei HesseMichelsKlümper

A. Die forensische (sprich: praktische) Arbeit eines Strafverteidigers ist darauf ausgelegt, mit den Beamten der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Richtern bei Gericht auf die notwendige Art und Weise zu kommunizieren. Die Arbeit sollte je nach den Besonderheiten des Falles abgewogen werden. Um ein besonders günstiges Ergebnis zu erzielen wird es manchmal notwendig zu schweigen. Manchmal wird es allerdings auch notwendig zu kooperieren. Manchmal wird es notwendig sein, anzubieten, dass eine besondere Gegenleistung zugunsten der Gesellschaft geleistet wird (Soziale Arbeit; Schmerzensgeld an einen Verletzten; Geldzahlung an die Staatskasse). Dabei ist stets das Wichtigste: Die Interessen des Mandanten. Die strafrechtliche Betreuung durch die Rechtsanwälte der Kanzlei HMK ist deshalb darauf ausgelegt von Anfang eine Prozessstrategie festzulegen und diese in allen Prozessstadien stringent und mit allen prozessualen Mitteln zu halten und zu verteidigen. Eine schlecht ausgearbeitete Prozessstrategie wird unter den rauen Winden des Strafverfahrens ebenso zusammenbrechen wie eine schlechte gebaute Brücke.

B. Die strafrechtliche Betreuung durch Herrn Michels bei der HMK umfasst:

I. Die Beratung vor der Deliktsbegehung: Prävention ist ein besonders wichtiges Gebiet der strafrechtlichen Betreuung. Der Mandant kann nur dann die Strafbarkeit vermeiden, wenn er weiß, welche Handlungen er nicht begehen darf. Insbesondere bei Straftaten im Bereich des Fracht- und Logistikrechts sowie im Außenwirtschaftsrecht ist dieser Aspekt häufig sehr entscheidend.

II. Die Verteidigung im Ermittlungsverfahren: Sehr häufig kann durch eine starke und schnelle Verteidigung im Ermittlungsverfahren die Erhebung der öffentlichen Klage abgewendet werden. Sei dies durch das anbringen von Entlastungszeugen oder das Hinwirken auf eine Einstellung. Dabei sind alleine ökonomische Aspekte entscheidend: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit der Verurteilung im Verhältnis zum Freispruch? Wie viel kostet mich eine Verurteilung und wie viel die Einstellung?

III. Die Verteidigung im Zwischenverfahren: Ab dem Zeitpunkt der Zusendung der öffentlichen Klage durch das Gericht bis zum ersten Hauptverhandlungstag können noch mehrere Wochen, manchmal Monate vergehen. Wenn ein Angeklagter auf freiem Fuß ist, kann hier mit viel Zeit die zusätzliche Erhebung von Beweismitteln beantragt werden aber auch die vorläufige Beweiswürdigung der Staatsanwaltschaft angegriffen werden.

IV. Die Verteidigung im Hauptverfahren: Im Hauptverfahren können viele Verhandlungstage sehr ermüdend sein. Die strafrechtliche Betreuung erfordert es deshalb, dass eine Betreuung in allen Bereichen des Lebens stattfindet: Kontakt nach Außen, psychologische Hilfestellungen, Vorbereitung auf das Prozessende. Daneben: eine größtmögliche Vorbereitung auf den Prozessstoff und die einzuführenden Beweismittel.

V. Die Verteidigung in der Berufung: Die Berufung ist eine volle neue Instanz. Es können alle Zeugen noch einmal gehört, alle Beweismittel noch einmal betrachtet und alle Aspekte noch einmal rechtlich neu bewertet werden. Die strafrechtliche Betreuung kann hierbei dazu führen, dass ein milderes Ergebnis erzielt werden soll, aber auch, dass ein Freispruch weiterhin erwirkt werden soll.

VI. Die Verteidigung im Revisionsverfahren: Die Arbeit in der Revision ist von einem besonders formalen Prozess geprägt. Die Art und Weise des Vortrages ist ebenso beschränkt wie der Umfang dessen, was gerügt werden kann. Die Revision in Strafsachen wird schon auf Grund der geringen Erolgsquote (5 bis 10%) als Königsdisziplin in der Strafverteidigung bezeichnet.

VII. Die Verteidigung in der Verfassungsbeschwerde: Manchmal wird es notwendig, in einer Strafverteidigung das Bundesverfassungsgericht anzurufen und zu behaupten und zu belegen, dass bei der Verurteilung besonders schwerwiegende Verfahrensfehler stattgefunden haben, die so schwer wiegen, dass ein Grundrecht aus der Verfassung verletzt ist.

VIII. Die Verteidigung im Wiederaufnahmeverfahren: Ob nach wenigen Stunden oder nach mehreren Jahren – einem Verurteilten steht stets die Möglichkeit offen, mit der Hilfe neuer Beweismittel den nachträglichen Freispruch und damit die Wiedergutmachung zu erstreiten. Hierbei ist eine ebenso akribische Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt notwendig, wie bei der eigentlichen Strafverteidigung.

IX. Die Betreuung in der Nebenklage: Auch Opfer von Straftaten (insbesondere Sexual-, Kapital- und andere Gewaltstraftaten) und Angehörige von Opfern von Straftaten (Kapitalstraftaten wie Mord und Totschlag) können Ihr Interesse an der Verurteilung eines Täters im Strafverfahren geltend machen. So ist es möglich, den gesamten Prozess mit dem Interesse zu begleiten, dass am Ende ein Angeklagter auch tatsächlich verurteilt wird. Die Nebenklage erstreckt sich auf jeden Abschnitt des Verfahrens (Ermittlungsverfahren, Zwischenverfahren, Hauptverfahren, Rechtsmittelverfahren).

X. Die Betreuung im Klageerzwingungsverfahren: Es kann in besonderen Situationen (Aussage gegen Aussage) dazu kommen, dass die Staatsanwaltschaft die Verurteilung für weniger wahrscheinlich hält, als die Verurteilung eines Beschuldigten. Hierbei kann es notwendig sein, durch einen Strafverteidiger prüfen zu lassen, ob die Beweismittel durch die Staatsanwaltschaft falsch gewürdigt werden und deshalb die Erhebung der öffentlichen Klage durch gerichtliche Entscheidung erzwungen werden kann.

XI. Die Betreuung im Vermögensverfall: Besonders heikel werden Delikte dadurch geahndet, dass der wirtschaftliche Vorteil, der durch sie erlangt wurde, durch den Staat abgeschöpft werden kann und muss. Dies ist allerdings insbesondere dann schwierig, wenn der Staat nicht genau beziffern kann wie viel erlangt wurde, welche Mittel erlangt wurden, oder wenn das gesamte Vermögen aus Delikten erlangt wurde.

C. Die strafrechtliche Betreuung umfasst damit alle Verfahrensstadien des Strafprozesses. Die strafrechtliche Betreuung ist auch nicht auf besondere Delikte beschränkt und umfasst explizit die Verteidigung in Mord- und Sexualstrafsachen, Wirtschafts- und Steuerdelikte sowie Körperverletzungs- und Aussagedelikte. Der höchste Anspruch an die strafrechtliche Betreuung ist dabei Diskretion, sofern und soweit die Verteidigung in der Öffentlichkeit nicht explizit durch den Mandanten gewünscht ist.

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